Auch an das Fahrrad muß gedacht werden

Der Klimawandel zwingt uns Mobilität neu zu denken“ ist ein Spruch, den man immer wieder liest und hört. Verkehrswißenschaftler sind sich einig: Das Fahrrad ist ein wichtiges Verkehrsmittel der neuen Mobilität. Hierfür müßen aber auch die Voraußetzungen geschaffen werden. Und zwar in der bestehenden und der entstehenden Infrastruktur. Im Augenblick geschieht dies noch nicht:

Im Rahmen des städteregionalen Gewerbeflächenkonzeptes wurde viel über das geplante Gewerbegebiet an der Buschmühle und die Umgehungstraße mit Autobahnanschluß in Eilendorf berichtet. Aber bei den Planungen ebendieser Umgehungßtraße wurde der Fahrradverkehr überhaupt nicht berücksichtigt. Die geplanten Varianten behindern durch die Streckenführung und das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen sogar einen einfachen Zugang zum Vennbahnradweg über Deltourserb. Dieser Zugang wird von vielen Radpendlern in Richtung Eilendorfer Gewerbegebiet sowie Aachener Innenstadt genutzt.
Das Problem könnte mit der Errichtung eines Radweges entlang der geplanten Ortsumgehung vermieden werden, der damit einen Zugang zum Vennbahnradweg bei der L 235 Debyestraße erlaubt würde. So ein Radweg ist nicht geplant, aber dringend nötig.

Sieht man sich nun den Bericht zum städteregionalen Gewerbeflächenkonzept, sowie unterschiedliche Medienberichte weiter an, soll um den Flughafen Merzbrück ein weiteres großes Gewerbegebiet entstehen. Hier sollte früh an eine Anbindung an das Fahrradfernwegenetz von Stolberg bzw. die Schaffung eines Radschnellweges Aachen-Würselen-Alsdorf gedacht werden.
nEs zeigt sich, daß von Land, Städteregion, Stolberg und anderen Kommunen mehr getan werden muß um den Radverkehr zu fördern. Dies würde nicht nur den Radverkehr stärken, sondern mit steigendem Radverkehrsanteil auch den Autoverkehr entlasten und Staus verhindern.

Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Stolberg
Sprecher
Volker Thelenz

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