Mit großer Sorge nimmt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Meldung über massiv erhöhte Schwermetallkonzentrationen von Arsen, Cadmium und Blei in der Stolberger Umgebungsluft auf. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat laut einer Mitteilung vom 4.12. 2020 in der ersten Novemberhälfte eine „erhebliche Überschreitung der vorgegebenen Zielwerte für Luftqualität“ (Presseinformation Nr. 076). Gesundheitsschädliche Wirkungen können laut LANUV derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Verwaltung und das LANUV auf, mit Nachdruck an der Ursachenforschung zu arbeiten, gezielte und unverzüglich Gegenmaßnahmen zu ergreifen und den Verursacher zu ermitteln. Gleichzeitig müsse es oberste Priorität der Stadt Stolberg, die Bevölkerung zügig und umfassend über die Situation zu informieren, erklärte Fraktionsmitglied Dina Graetz und kritisierte den Zeitverzug bei der Veröffentlichung: „Wenn in der ersten Novemberhälfte solche alarmierenden Unregelmäßigkeiten festgestellt werden und daraufhin die Mess-Aktivitäten durch das LANUV stark erhöht werden, kann es nicht sein, dass die Öffentlichkeit davon erst Anfang Dezember erfährt.“



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